Materialtyp: Arbeitsblatt

  • Was ist Frieden? (Teil 1)

    Was ist Frieden? (Teil 1)

    Unterricht auf einen Blick:

    Behandelt den Begriff „Frieden“ im Kontext des Themenbereichs Krieg, Frieden, Gewalt, Menschenrechte im Fach Ethik, 9. Klasse. Kann alternativ auch gut in PuG eingesetzt werden.

    Zielsetzung/Kompetenzen:

    Schüler erschließen und diskutieren den Begriff Frieden sowie dafür notwendige Voraussetzungen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen „negativem“ und „positivem“ Frieden nach Johan Galtung. Schüler lernen, diese Unterscheidung anzuwenden.

    Ablauf

    Die Aufgaben bauen aufeinander auf und sollten der Reihe nach behandelt werden. Parallel zu den einzelnen Aufgaben sollte genug Zeit für Diskussion und Schülerbeiträge eingeplant werden.

    Seite 1 (Hinführung zum Thema):

    Einstieg – Fragen im Kasten oben, entweder nur lesen oder einige kurze Wortmeldungen zulassen

    Aufgabe 1 – Schüler notieren und kategorisieren Begriffe, die sie mit „Frieden“ verbinden

    Optional: Recherche zu den beiden abgebildeten Friedenssymbolen

    Aufgabe 2 – Schüler denken individuell über Voraussetzungen für Frieden nach.


    Seite 2 (Vertiefung)

    Infotext – negativer vs. positiver Frieden. / Sofern noch nicht bekannt, auch die Begriffe „strukturelle“ vs. „kulturelle Benachteiligung“ klären [=systemische/institutionelle Benachteiligung, etwa durch Gesetze, fehlende Rechte etc. vs. Benachteiligung („in den Köpfen“) durch gesellschaftliche Vorurteile, die bestimmte Gruppen abwerten/ausschließen]

    Aufgabe 3 – Beispiele für negativen und positiven Frieden lesen und zuordnen ==> schwierige Fälle, insbesondere das letzte Beispiel, ausführlicher diskutieren!

    Merksatz aufschreiben – „Negativer Frieden beendet Konflikte – positiver Frieden löst ihre Ursachen!“ (oder ähnlich)

    Aufgabe 4 – Argumentative Anwendung des Gelernten (kann als längere Stillarbeit, als Hausaufgabe, in leicht abgewandelter Form als Gruppenarbeit mit anschließender Präsentation, oder auch nur mündlich in Form von Diskussionsimpulsen umgesetzt werden)


    Sonstige Hinweise

    Die Unterscheidung zwischen positivem und negativem Frieden ist mittlerweile etwas umstritten (i.e. kann man überhaupt von „Frieden“ sprechen, wenn zwar physische Gewalt abwesend, aber psychische und verbale Gewalt weit verbreitet ist? – Vergleiche dazu auch das letzte Beispiel in Aufgabe 3). Für Schüler kann auch das Begriffspaar „negativ/positiv“ verwirrend sein (Insbesondere: Wieso die Bezeichnung „negativ“ für die Abwesenheit von Gewalt? — Der Grund ist für Galtung der Bezug auf die Nachhaltigkeit von Frieden ==> geringe künftige Friedenswahrscheinlichkeit, wenn Konfliktursachen nicht behoben sind und Frieden nicht als soziale Praxis gelebt und verankert wird). Trotzdem bietet die Unterscheidung eine wichtige Grundlage, um die Bedeutung von institutionellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden herauszuarbeiten. Eine Vertiefung kann anschließend zum Beispiel auch durch die UN-Charta, die SGDs, oder allgemeine Konfliktlösungsstrategien erfolgen.

  • Aufbau der Atmosphäre

    Aufbau der Atmosphäre

    Zielsetzung/Kompetenzen:

    SuS lernen den Aufbau der Atmosphäre in Grundzügen kennen und setzen sich mit deren Schutzfunktion für das Leben auf der Erde auseinander

    Ablauf

    Einstieg (mündlich, 5-10 Minuten):

    Unabhängig vom Arbeitsblatt bietet sich ein lebensweltbezogener Einstieg an:

    • Stratosphärensprung“ (gute Infos über „Sprünge“ und „Rekorde“ seit 1960 auf Wikipedia, passender Rechercheauftrag „Wie tief kann ein Mensch fallen?“ ist im Download auf einer Extraseite beigefügt).
    • ODER: Bild von Bergsteigern mit Sauerstoffmasken auf dem Mount Everest im Vergleich zu Wanderern in den Alpen – Impuls: „Warum können wir auf 2.000 Metern problemlos atmen, während uns auf 8.848 Metern buchstäblich die Luft ausgeht, obwohl wir uns immer noch in der Atmosphäre befinden?“
    • ODER (etwas vorgreifend auf den Rechercheauftrag im AB): Bilder zeigen von Sonnenbrand – Frage: Warum kann die Sonne gefährlich sein? Was schützt uns eigentlich vor der Sonne?
    • ODER: Bild einer Sternschnuppe bzw. eines verglühenden Meteoroiden – Frage: Wie entstehen Sternschnuppen? Wo?/In welcher Höhe?

    Erarbeitung und Sicherung von Sachwissen (AB, S. 1, 15 Minuten):

    Text auf dem AB gemeinsam einmal lesen. Danach einzeln oder in Partnerarbeit Infografik ausfüllen.

    Vertiefung (AB S. 2, ca. 20 Minuten):

    Rechercheauftrag einzeln oder in Partnerarbeit (individueller Internetzugang nötig!). Schriftliche Ausarbeitung ggf. als Hausaufgabe.

    Hinweise zur Durchführung

    • Gut geeignet am Anfang des Themenbereichs Wetter & Klima in der 7. Klasse.
    • Für die Rechercheaufträge benötigen Schüler einen Internetzugang (Alternativ: Im Plenum diskutieren und gemeinsame Antwort aufschreiben, siehe Lösung). Die Schreibaufgabe auf S. 2 kann bei Zeitdruck auch stichpunktartig ausgeführt werden.
    • Differenzierung auf S.2 über die Arbeitsaufträge möglich (z. B. nur Nr. 1-3 oder vollständig Nr. 1-5).
    • Die beiden Seiten des Arbeitsblatts können mit etwas zusätzlichem Input auch gut auf zwei Schulstunden aufgeteilt werden (Stunde 1: Aufbau der Atmosphäre; Stunde 2: Vertiefung der Thematik: „Schutzfunktion der Atmosphäre/schädliche Sonnenstrahlung/Ozonschicht“).
  • Textsortenmerkmale der Schilderung vs. Erzählung

    Textsortenmerkmale der Schilderung vs. Erzählung

    Unterricht auf einen Blick

    Behandelt den Unterschied zwischen „Erzählung“ und „Schilderung“. Zusätzlich werden der Umgang mit „das/dass“ sowie Pronomen und die Zeichensetzung geübt. Das Arbeitsblatt ist gut zur Wiederholung vor einer Schulaufgabe geeignet.

    Zielsetzung/Kompetenzen:

    Teil A: Verstehen, dass der Unterschied zwischen Erzählung und Schilderung nicht zwingend (bzw. nicht allein) in der Anschaulichkeit der Sprache, sondern vor allem auch in der Zahl der Handlungsschritte, im zeitlichen Ablauf/Rahmen und hinsichtlich des Aufbaus/bzw. nicht-Aufbaus eines Spannungsbogens liegt.

    Teil B: Sensibilisierung für typische Fehlerquellen im Bereich Grammatik und Zeichensetzung / Reaktivierung von Grundwissen.

    Übergreifend/indirekt: Vermittlung einer für die Schilderung typischen Sprache.

    Ablauf

    TEIL – A: Textsortenmerkmale der Schilderung
    Infotext lesen + Aufgabe 1 (Verstehen) + Aufgabe 2 (Anwenden)
    Modus: Einzelarbeit, Partnerarbeit oder alle gemeinsam.
    Dauer: 10-15 Minuten, je nach Modus und mündlicher Vertiefung.

    TEIL – B: Grammatik und Zeichensetzung
    Aufgabe 3 – „das“ oder „dass“? (mit Infotext zur Unterscheidungsregel)
    Aufgabe 4 – Setzte passende Pronomen ein. (v.a. Personalpronomen, Ich-Perspektive – Schüler brauchen hier etwas Sprachgefühl)
    Aufgabe 5 – Ergänze alle fehlenden Kommas.
    Aufgabe 6 – Ergänze alle fehlenden Satzzeichen ( . / , / ! / ?)
    Modus: Einzelarbeit und/oder als Hausaufgabe
    Dauer: jeweils max. 2-3 Minuten zur Bearbeitung + 2-3 Minuten Besprechung

    Hinweise zur Durchführung

    Teil A und Teil B können unabhängig voneinander eingesetzt werden

    Differenzierung durch die „Checker-Challenges“ in Aufgaben 3 und 4.

    Tipp zum Ein-/Ausblenden der Lösungen im Unterricht: Im Lösungsteil des Word-Dokuments die blaue Schrift (vorher!) exakt auf die Hintergrundfarbe (#FFFFF0) setzen (Dadurch wird die Lösung unsichtbar). Die schwarze Schreiblinie ist davon nicht betroffen. Zum einzelnen Einblenden die Lücke markieren und die Schriftfarbe wieder auf Blau setzen. Besonders schnell geht das im Unterricht mit der Word-Funktion „Format übertragen“.